Paruresis: Du bist nicht allein!

Die Blase drückt. Du gehst auf die Toilette. Deutlich vernimmst du jedes noch so kleine Geräusch um dich herum – kommt da etwa noch jemand herein? Du versuchst dich zu entspannen. Dann Druck aufzubauen. Trotz aller Anstrengungen: es läuft einfach nicht.

Kommt dir diese Situation bekannt vor? Wenn du auf öffentlichen Toiletten nicht urinieren kannst, dann leidest du wahrscheinlich an Paruresis. Paruresis ist der wissenschaftliche Name für eine psychisch bedingte Blasenentleerungsstörung.

Weil es so ein intimes Thema ist, wissen selbst die meisten Betroffenen nicht, dass es einen Begriff für ihr Problem gibt. Dabei ist es wirklich nicht so besonders eine „schüchterne Blase“ zu haben. Laut wissenschaftlichen Studien sind allein im deutschsprachigen Raum über 2 Millionen Menschen von diesem Problem betroffen!

Das Problem immer weiter verdrängen?

Die meisten versuchen intuitiv dem Problem möglichst lange aus dem Weg zu gehen. Sie denken sich dann vielleicht: „Ich trinke jetzt lieber nicht so viel, damit ich nachher nicht auf Toilette muss“ oder „die Feier sage ich lieber ab, um nicht wieder diesen Stress auf Toiletten zu haben“. Leider führt das dazu, dass die Umgebung einer öffentlichen Toilette damit immer ungewohnter und die Angst immer größer wird.

Werde aktiv!

Paruresis ist kein Schicksal, dem man sich einfach so fügen muss. Es gibt verschiedene Ansätze, mit denen du deine Angst Schritt für Schritt überwinden kannst. Auf dieser Website erfährst du, wie es zu Paruresis kommt und wie du sie überwinden kannst. Außerdem gibt es ein Forum, in dem du dich mit anderen Betroffenen austauschen kannst.

Am besten meldest du dich gleich einmal im Forum an und stellst dich vor. Zusammen können wir uns motivieren, das Problem anzugehen!

Workshop 2018

Vom 31.8. bis 2.9.2018 findet in Karlsruhe ein Workshop der International Paruresis Association statt. Mehr…