film für kurzfilmwettbewerb

Hier gibt es alles zum Thema psychische Entleerungsstörung
C.
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Beitrag von C. » 4. Juni 2005 12:41

also ich finde adrianas vorschlag wesentlich besser. eigentlich ist es doch oftmals genau so wie sie das beschrieben hat. kann mir persönlich nicht vorstellen das jemand mit paruresis in die hose macht.

schönen gruß
C.

???

Beitrag von ??? » 5. Juni 2005 23:48

@C.
kann mir persönlich nicht vorstellen das jemand mit paruresis in die hose macht.
Warum?
- Vielleicht nicht in dem Zusammenhang, aber grundsätzlich?

zefiro39
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Beitrag von zefiro39 » 6. Juni 2005 11:19

Ich finde auch, dass Paruresis eher das Gegenteil von Inkontinenz ist. Insofern ist das "in die Hose machen" meiner Meinung nach sehr untypisch für Leute, die unter Paruresis leiden. Ich würde mich darin jedenfalls nicht wiedererkennen...

Gabriel - Minority Films

Nette Gedanken aber nichts konkretes )-:

Beitrag von Gabriel - Minority Films » 15. Juni 2005 12:00

Hallo,

es freut mich festzustellen, wie das Ende diskutiert wird. Auch mir hilft es, einen noch besseren Einblick zu bekommen. Trotz aller "unrealistischen Inkontinenz" Theorien etc.: Der Clip/Film soll charmant und witzig sein, und beim Zuschauer SYMPATHIEN erwecken. Kein Mitleid!

Bei dem Drehbuch eines 90 Sekünders ist die Dramaturgie und der Aufbau sehr wichtig. Bei dem Medium auf dem der Film hoffentlich laufen wird handelt sich um zwei Monitore à 15 Zoll die an 3 Stellen an der Decke eines jeden U-Bahnwagongs hängen.
Die Bilder/Auschnitte müssen "close ups" sein, also von überall aus dem Wagon gut zu sehen sein. Zweitens rufen Gesichter mehr Sympathie hervor als Objekte.
Menschen sind müde, angestrengt, gestresst etc. Die können einfach keinen "schwerer" Filminhalt mehr aufnehmen. Sympathien und ein kleiner Schmunzler wäre der grösste Erfolg, den der Clip hervorrufen könnte. Ich persönlich glaube nicht, dass das close up des "entspannten Lächelns" am Ende des Clips Ekel oder gar Abscheu verursacht.
Dennoch warte ich weiter auf alle interessanten Anregungen von euch. In Kürze wird das "storyboard" mit gezeichneten Bildern zur Verfügung stehen. Dann könnt ihr euch ein besseres Bild von der Geschichte machen.

Ihr werdet das storyboard unter http://www.minority-films.de/cont/PARURESIS.htm finden.

Danke und Gruss aus Berlin.
Gabriel

Christoph
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Beitrag von Christoph » 23. Juli 2005 16:22

hallo zusammen.

mmh - paruresis und film .. meine welt ;)

ich finde das ende jetzt auch nicht so toll, aber ganz unrealistisch ist es auch nicht.
Ich war vor zwei Jahren im Urlaub, und da war ich mit einem freund in so einem wasserpark.. so mit wasserrutschen und so weiter.
als wir nen halben tag da waren und natürlich auch gegessen und getrunken haben - musste ich aufs klo, und zu der zeit war die krankheit gerade recht schlimm (am schlimmsten war der flug zu dem urlaubsort - aber das ist eine andere geschichte)
Auf jeden Fall ging da nichts auf der toilette und ich bin wieder raus gegangen.
wir haben uns dann gegenseitig auf so einer rutsche fotografiert, und als er gerade hoch ging, und ich an so einem geländer stand, merkte ich dass ich sehr viel entspannter war als auf der toilette.
es mag zwar ein wenig eklig sein, aber ich habe es dann einfach dort laufen lassen.
ich hatte nur eine badehose an und bin kurz darauf wieder in das gechlorte wasser gegangen, von daher war es aus hygienischer sicht wohl nicht so bedenklich - außerdem war mir das in dem moment ziemlich egal, weil ich den schmerz loswerden wollte.
Da es ein wasserpark war, war natürlich auch überall der boden nass, und meine beine auch - somit ist es nicht aufgefallen.
und im meer war es meistens auch kein problem, auch wenn der kumpel 3 meter neben mir stand..

was ich damit eigentlich sagen will, ist: die anspannung die wir alle kennen ist am größten während man in der eigentlichen "gefahrensituation" ist - also auf der toilette.
außerhalb dieses "schwierigen ortes" ist es theoretisch oft einfacher.

von daher ist das ende nicht ganz abwägig.
Allerdings ist es wohl undenkbar dass ein paruretiker, der sich sowieso schon zu viele gedanken über "normalitäten" macht, sich in voller kleidung selbst einnässt und damit auch noch zufrieden ist.

Gabriel - Minority Films

Der Projektlink hat sich geändert!!

Beitrag von Gabriel - Minority Films » 29. August 2005 21:35

Hallo allesamt,

gerade musste ich feststellen, dass sich durch eine Umstrikturierung der Internetseite auch der
Link bei euch im Forum geändert hat. Ab sofort und für die Zukunft gilt folgender Link
http://www.minority-films.de/content/de ... URESIS.htm

Dort findet ihr auch einen Auszug aus dem fertigen Storyboard. (ich will ja nicht alles offenlegen ;-))
Sobald ich in die Endphase komme werdet ihr mehr erfahren.
Für andere Minority Projekte schaut einfach mal unter http://www.minority-films.de rein.

@Christoph: Danke für dein Post und deinen Kommentar. War sehr aufmunternd!

Grüße aus Berlin
Gabriel Lütz

Gast

Beitrag von Gast » 30. August 2005 20:45

Also mir wäre spontan eingefallen und hätte ich als Ende auch bevorzugt das der Typ mit den zurück gegelten Haaren, erst zu den Kabinen geht, diese besetzt sind.
Sich dann möglichst Weit von "unserem Freund" wegstellt und klar wird, er auch.

Michael 05

Beitrag von Michael 05 » 13. September 2005 23:20

hallo gabriel,

ehrlich gesagt, der schluß ist aus meiner sicht nicht realistisch und hinterläßt einen völlig falschen eindruck von paruretikern. das finde ich auch ein stück weit gefährlich, denn der spot richtet sich eben nicht nur an betroffene, sondern wird auch von leuten gesehen, die sich über diese problematik noch nie gedanken gemacht haben, weil sie gar nicht wussten, dass es sie gibt. für diese leute werden wir als hosenpinkler eingestuft werden, weil eben dies nur haften bleibt!!
ich würde, selbst unter größten schmerzen, noch kilometer weit rennen, um nur ja eine ruhige ecke zu finden, wo ich pinkeln kann. aber keinesfalls würde ich mich im kino auf die couch hocken und es laufen lassen. dann hätte ich es ja im kinositz schon machen können, oder?
ich fände es besser, wenn der typ mit der bomberjacke, der ja total gefährlich aussieht, aufeinmal das gleiche problem hat und beide dann in 2 freie kabinen verduften würden. oder wie ich es machen würde, wenn gar nichts mehr ginge, aus dem kino raus rennen würde, um auf dem parkplatz hinter einem gebüsch zu verschwinden . komme dann irgendwann wieder rein,der abspann läuft und hab den film verpasst. vom kumpel dann gefragt, ob ich auf dem klo eingepennt wäre und nur mit einem super zufriedenen lächeln zu antworten.
Sorry, aber das ist realstisch und hinterläßt keinen falschen eindruck bei "normalen" leuten.
würde mich sehr freuen, wenn du meine einwände und anregungen nachvollziehen könntest.
viel glück mit dem film

michael

Thorsten

Michael 05 hat recht

Beitrag von Thorsten » 15. September 2005 10:45

Ein Schluss wie Michael ihn vorschlägt ist viel besser und wirklichkeitsnäher, das in die Hose Pinkeln (mit der interessanten weiter oben genannten Ausnahme untwer Wasser, die auch bei mir funktioniert!) ist völlig ausgeschlossen, eher platzt man!

Thorsten

Juergen
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Beitrag von Juergen » 16. September 2005 08:52

Nein, in die Hose machen hat ABSOLUT NICHTS mit Paruresis zu tun! Völlig ausgeschlossen, völlig falsche message. Das wäre so, als betrete jemand mit panischer Platzangst dann doch einen Fahrstuhl, nur weil da ein Kasten Bier steht (und er gerade Appetit auf ein lecker Bierchen hat). Beides mag zwar eine pfiffige Pointe sein, hat aber mit dem Problem rein gar nichts zu tun. Überhaupt: vertieft man sich ein wenig in die Ursachen von Paruresis (s. Hammelstein), kommt man schon ins Zweifeln, ob ein spaßiger Kurzfilm das Problem überhaupt "transportieren" kann. Ich denke, er kann es nicht. Er soll es ja auch nicht, wenn ich das richtig gelesen habe, sondern er soll lediglich das Phänomen Paruresis unters Volk bringen (was ich ok finde). Naja, das Resultat bleibt abzuwarten. Solange der Diskurs zwischen vernünftigen Menschen stattfindet und ausgebaut wird, schätze ich den Effekt positiv ein. Klar, Stammtischwitzchen werden sich vielleicht auch mehren, aber war solls? Was soll sich schon verschlimmern?

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Beitrag von anonym. » 17. September 2005 14:22

es gab da sogar mal einen Zeichentrickfilm, den ich mal nachts irgendwann zufällig gesehen habe. Oder eine Episode einer Serie. War jedenfalls eine etwas witzigere Serie, die vielleicht mehr auf Erwachsene zugeschnitten war. Da versucht ein Büroarbeiter ein geeignetes Örtchen zu finden, aber im Büro selbst ist eine unendlich lange Schlange vor der einzigsten Toilette. Das ganze war ziemlich lustig gemacht und hat zumindest am Ende dann auch das Thema Paruresis aufgegriffen, als der Mann in einem Theater ein Klo gefunden hatte und dann aber ein anderer nebendran stand, der mit voller Überzeugung gepinkelt hat. Es endete dann damit, dass der Mann dort nicht pinkeln konnte und dann irgendwo im Flur in eine Vase oder sowas ähnliches pinkelte, als der Vorhang aufstand und ihn im Publikum alle beobachten konnten. Fand ich sehr lustig, weiß aber nicht mehr, wie der Film oder die Serie hieß. Vielleicht wäre sowas in der Art ein besseres Ende für einen Kurzfilm zum Thema.

anonym.
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Beitrag von anonym. » 17. September 2005 14:24

sollte heißen: "als der Vorhang aufging" :oops:

Gabriel (Minority Films)

Habe mit kreativen Leuten...

Beitrag von Gabriel (Minority Films) » 26. September 2005 01:55

Hi Leute,

danke für die tollen Ideen. Interessant, dass "anonym" die Idee mit der Vase erwähnt. Eine Freundin nannte bei unserem letzten Gespräch, die Möglichkeit eines großen Blumentopfs indem eine Zimmerpflanze untergebracht ist. Ihr merkt, dass letzte was ich will, ist die Situation zu verkennen und falsch darzustellen. Auch denke ich bei dem Hauptdarsteller an einen lustigen etwas hektischen Mann im Stil von Mr. Bean. Nur als Anlehnung ;-)
Also, bleibt gespannt auf das Ergebnis.

Gruß Gabriel

DoubleM
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Hmm vielleicht...

Beitrag von DoubleM » 4. Oktober 2005 22:55

,,, wäre folgende Lösung eine Möglichkeit: Also ich kann mich nur allen anschließen, die gesagt haben "zurück zum Platz und laufen" lassen oder wie auch immer ist totaler Quatsch. :shock:

:idea: Wie wäre es denn wenn er aus dem Kino raus läuft, nachdem er auf der toilette keinen Erfolg hatte, irgendwo in ein dunkles Gebüsch geht, sein Geschäft verrichtet, wieder zum Kino zurück geht und nicht mehr reingelassen wird (Eintrittskarte fiel auf der Toilette in der angespannten Situation aus seiner Tasche oder wie auch immer) und so ist er gezwungen, sich noch mal ne neue Karte zu kaufen. Anschließend ein doofer kommentar mit der Person, mit der er im kino ist natürlich... :)


"keine Lust, ich geh nach Hause" ist auch eine Option aber meiner Meinung nach eher bei Kneipen als im Kino, auch "einzelne Runden nicht mittrinken oder ganz langsam am ersten Glas nippen" gehört da sicher dazu...

Es gibt sicher eine ganze Reihe realistischer Optionen die auch verständnisfördernd rüberkommen könnten aber dieses angedeutete "in die Hose machen" ist definitv der falsche Weg :!:

Hoffe mein Beitrag konnte etwas bewegen ;)

Viele Grüße

DoubleM

Michael05

Film über Paruresis

Beitrag von Michael05 » 3. Januar 2006 23:37

hallo leute, hallo gabriel,

was ist eigentlich aus dem film geworden?

grüße

michael

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