der letzte Tropfen

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Cybear
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der letzte Tropfen

Beitrag von Cybear » 10. September 2012 12:55

Liebe (männliche) Forumsleser,

da es nicht direkt etwas mit Paruresis zu tun hat, (sondern mit dem Pinkeln am Urinal) habe ich meine Frage hier in diese Rubrik eingestellt.

Zuhause oder wenn ich auswärts in einer Kabine pinkeln gehe, gehöre ich zu denen, die den letzten Tropfen mit einen Blatt Toilettenpapier abtupfen.

Nun versuche ich, häufiger am Urinal zu pinkeln und ich frage mich, wie andere Männer damit umgehen: es gibt ja den Spruch, daß der letzte Tropfen immer in der Hose landet.
Es gab ja schon einmal den Thread "[Umfrage] Vorhaut zurückziehen beim Pinkeln?". -
Ja, also das dann als erste Maßnahme, weil ja sonst die Vorhaut naß wird.

Als zweite Maßnahme habe ich es mir angewöhnt, nicht nur den Reißverschluß an der Hose zu öffnen, und den Penis da herauszunehmen, sondern lieber auch den Hosenknopf zu öffnen und dann besser den Gummibund des Slips mit der einen Hand herunterzuziehen und mit der anderen Hand den Penis zu halten. Es gibt ja auch Unterhosen mit diesem "Eingriff", aber das habe ich noch nie probiert.
Ich mache es so, weil ich das Gefühl habe, daß so möglichst wenig den Urinfluß in der Harnröhre behindert und es deshalb auch besser fließen kann.
Und wenn nun die Blase geleert ist: ich weiß, daß manche Männer versuchen, den letzten Tropfen "heraus- oder weg-zuschütteln"; ich versuche eher den kleinen Urinrest mit zwei Findern nach vorne zu streichen, bin aber damit irgendwie nicht zufrieden.

Wie geht ihr damit um?
Einfach als gegeben hinnehmen, daß man beim Pinkeln am Urinal eben den letzten Tropfen "einpacken" muß. Oder selbstbewußt trotzdem ein Papiertaschentuch herausnehmen und abtupfen und sagen: ist mir doch egal, was der Mann rechts oder links von mir über mich denkt, ich fühle mich so wohler,

fragt,
Cybear
Zuletzt geändert von Cybear am 12. September 2012 15:32, insgesamt 1-mal geändert.

tom20
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Beitrag von tom20 » 11. September 2012 17:19

Hallo Cybear,

mir gehts da in vieler hinsicht fast genau wie dir. Auch ich wische, wenn ich zuhause oder in einer Kabine im Sitzen pinkle, meine penis immer kurz mit einem Blatt Toilettenpapier ab; da ich paruresisbedingt jahrelang nur in äußerst seltenen Fällen im stehen gepinkelt habe, drängte sich mir diese Frage dann auch auf, als das langsam wieder öfter ging.

Was die "Pinkeltechnik" angeht, ich mache alles exakt so wie du: Ich mache Reisverschluss [i]und [/i] Knopf auf, nur Reisverschluss wäre mir viel zu umständlich, ziehe den Gummibund nach unten, halte mit der andren Hand den Penis und ziehe dir Vorhaut etwas zurück. Ja ich glaube auch dass es so am geschicktesten ist. Wenn ich fertig bin, versuche ich auch, die letzten Tropfen mit Zwei fingern rauszustreichen, allerdings geht trotzdem fast immer ein Tropfen mit rein, man verhindert dadurch nur, dass noch mehr reingehen :) aber ganz kann man das nicht verhindern, so zumindest meine Erfahrung. Das fand ich anfangs auch etwas komisch, ich habe mir dann aber klargemacht, dass es ein völlig überzogenes Sauberkeitsbedürfnis darstellt, den "letzten Tropfen" verhindern zu wollen, der trocknet eh sofort ein und man merkt überhaupt nichts. Das würde ich dir auch raten, gewöhn dich einfach dran; was deine Idee angeht, ihn auch am pissoir mit einem Tuch wegzuwischen, also ich würde sagen, wenn du dich so wohler fühlst, solltest du es auch tun, egal ob andre dann dumm gucken, aber mir wäre das viel zu umständlich, und der letzte Tropfen ist ja wie schon gesagt wirklich nichts schlimmes :).


Was genau meinst du denn damit:

[quote]Es gibt ja auch Unterhosen mit diesem "Eingriff", aber das habe ich noch nie probiert. [/quote]

?

Cybear
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Beitrag von Cybear » 12. September 2012 15:17

tom20 hat geschrieben:aber ganz kann man das nicht verhindern, so zumindest meine Erfahrung. Das fand ich anfangs auch etwas komisch, ich habe mir dann aber klargemacht, dass es ein völlig überzogenes Sauberkeitsbedürfnis darstellt, den "letzten Tropfen" verhindern zu wollen, ...
Hallo tom20,
danke für Deine Antwort! Vielleicht ist es ja wirklich nur ein Rest einer überzogenen frühkindlichen Reinlichkeitserziehung, bei der man alles aufwischen und wegtupfen mußte (sowohl in diesem Zusammenhang als auch z.B. beim Essen)
tom20 hat geschrieben:was deine Idee angeht, ihn auch am pissoir mit einem Tuch wegzuwischen, also ich würde sagen, wenn du dich so wohler fühlst, solltest du es auch tun.
Wäre ja fast eine Übung, sich auch hier von der Meinung der "anderen" unabhängig zu machen: ich komme mir in der Situation am Urinal sehr beobachtet vor, aber die anderen drumherum würde das ja vielleicht gar nicht interessieren, nur ich meine, damit im Mittelpunkt des Interesses zu stehen (ist ja ähnlich, die Zeit/die Situation am Urinal auszuhalten, wenn es nicht läuft, da fühle ich mich auch extrem beobachtet).
tom20 hat geschrieben:Was genau meinst du denn damit:
Es gibt ja auch Unterhosen mit diesem "Eingriff", aber das habe ich noch nie probiert.
Ich glaube, es handelt sich um eine eher aussterbende Unterhosen-Gattung :-). Heutige Slips oder was immer Mann drunter trägt, haben so etwas nicht mehr. Es gibt Modelle mit einem vorne eingearbeiteten Schlitz, der aber von einer darüberliegenden Stoffschicht (auf einer Seite offen) verdeckt wird. (Eventuell einfach einmal bei Google nach einem Bild suchen).
Durch die Öffnung kann man dann den Penis zum Pinkeln durch die Öffnung ziehen. Ich habe mich schon immer gefragt, ob das je jemand gemacht hat. Ich meinte damit, daß ich es eben gerade nicht mache, weil ich dann zusätzlich noch das Gefühl habe, daß der Urinfluß dabei behindert wird.

tom20
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Beitrag von tom20 » 12. September 2012 23:35

Hey Cybear,

"danke für Deine Antwort! Vielleicht ist es ja wirklich nur ein Rest einer überzogenen frühkindlichen Reinlichkeitserziehung, bei der man alles aufwischen und wegtupfen mußte (sowohl in diesem Zusammenhang als auch z.B. beim Essen)"

- in der Tat, so sehe ich das auch. Manche unsinnigen Reinlichkeitsvorstellungen internalisiert man einfach und führt sie dann aus, ohne drüber nachzudenken, aber das kann man sich abgewöhnen.

"Wäre ja fast eine Übung, sich auch hier von der Meinung der "anderen" unabhängig zu machen"

- genau das habe ich mir auch gedacht :). Also wie gedacht, eigtl. halte ich dieses abwischen prinzipiell für unsinnig, aber unter diesem gesichtspunkt betrachtet wäre das natürlich wieder interessant, als Übung.

" Es gibt Modelle mit einem vorne eingearbeiteten Schlitz, der aber von einer darüberliegenden Stoffschicht (auf einer Seite offen) verdeckt wird. (Eventuell einfach einmal bei Google nach einem Bild suchen).
Durch die Öffnung kann man dann den Penis zum Pinkeln durch die Öffnung ziehen."

-achso, ja klar die Dinger kenne ich. Ich glaube, ich hatte früher sogar mal so eine. Naja, kann das zwar nicht so direkt beurteilen, weil ich es nie ausprobiert habe, aber so spontan würde ich sagen das klingt doch um einiges umständlicher als die Unterhose einfach ein bisschen runterzuziehen.

Jupp
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Beitrag von Jupp » 27. Dezember 2012 20:46

gelöscht
Zuletzt geändert von Jupp am 14. März 2013 20:31, insgesamt 1-mal geändert.

Svenja
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Frauen klar im Vorteil

Beitrag von Svenja » 27. Januar 2013 15:17

Hier sind Frauen klar im Vorteil. Die kurze Harnröhre ist umgeben von Muskeln, die sie nach dem Entleerungsvorgang sofort fest zusammenkneifen und maximal 1 kleinen Tropfen herausdrücken, der im Scheidenvorhof zwischen anderen Körpersekreten untergeht. Ein Nachlaufen gibt es bei uns nicht.

LG Svenja

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