Sören "ein neuer im Paruresis-Kosmos" / Paruresis Blog

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siggi
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Sören "ein neuer im Paruresis-Kosmos" / Paruresis Blog

Beitrag von siggi » 1. Juni 2018 16:49

Hi Leute!

Schön zu sehen, dass hier im Forum ordentlich "traffic" am Start ist, und jeder sich seiner persönlichen Paruresis stellt. Aller Anfang ist bekanntlich schwer, aber ich glaube, dass ein "Outing", selbst noch relativ anonym, der Anfang sein kann, seine Paruresis zu überwinden. Oder zumindest mal gedanklich wahrzunehmen und zu reflektieren.

Ich weiß gar nicht, ob ich mich hier schon vorgestellt hatte. Ich bin Sören, 28, aus Brandenburg. Eigentlich bin ich schon seit 2016 dabei. Damals hatte mich Johannes aus Berlin kontaktiert, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Er lud mich ein, dass wir uns mal in Berlin treffen. MEIN auslösendes Moment damals.

Sehr lange Zeit war Paruresis ("ParuWAS", wie es teemoh treffend formuliert hat :D) überhaupt nicht greifbar für mich. Ich fand es eben sehr merkwürdig, was mir mir los war. Warum geht es anderen nicht so? Bin ich der einzige?

Was jeder bestimmt kennt: Man gerät in so einen Teufelskreislauf, ja man verdammt sich gerade zu als "Opfer".

In der Opferrolle war ich wie gesagt bis zu dem Moment, als ich begann, mich aktiv mit der Sache auseinanderzusetzen, und viel wichtiger: meine Gedanken mit anderen zu teilen. Ich denke bei den meisten Paruretikern ist es so, dass sie einfach zu viel Angst haben, sich anderen gegenüber zu outen. Schon gar nicht gegenüber den Freunden. Das könnte ja peinlich sein, man wäre nicht mehr so cool....Vielleicht kommen euch die Gedankengänge bekannt vor.

EIn letzter Gedanke dazu: ABER drehen wir das Gedankenspiel mal um: Was wäre, wenn einer euren besten Freunde in einem x-beliebigen Moment zu euch sagen würde, dass er Probleme hat, auf öffentlichen Toiletten zu pinkeln. Würdet ihr ihn auslachen und beleidigen? Sicherlich nicht! Aber diese Art von negativen Gedanken umkommen uns ganz automatisch.

Klar - Paruresis 100% vergessen zu können, wird kein leichter Weg. Und vielleicht geht es darum auch gar nicht. Vielleicht geht es darum, sich der Sache zu stellen, es zu akzeptieren und im nächsten Schritt aktiv (also nicht als Opfer) anzugehen.

Wenn ihr möchtet könnt ihr meinen Weg und meine Erfahrungen zu Paruresis mitverfolgen. Seit letzem Jahr blogge ich auf WeMingo's Blog. Hier könnt ihr mitlesen: https://wemingo.com/paruresis-blog/

Im aktuellen Blogbeitrag habe ich mir mal die Frage gestellt, warum Paruresis eigentlich so ein Tabuthema in der öffentlichen Wahrnehmung / in den Medien ist - was denkt ihr? Würde mich mal interessieren. Gern könnt ihr unter dem jeweiligen Blogbeitrag euren Kommentar da lassen :)


Freue mich über euer Feedback, oder Fragen. Wir können uns gern austauschen.

Beste Grüße
Sören

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