Wieder da

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SchwarzWeiss
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Wieder da

Beitrag von SchwarzWeiss » 17. März 2018 22:24

Hallo zusammen

Ich habe mich bereits 2011 hier registriert, eingelesen und ein paar wenige Male geschrieben. Hier der Link zu meiner Geschichte von damals: viewtopic.php?f=2&t=949.

Leider kann ich mich gar nicht erinnern, warum ich mich damals hier angemeldet habe. Der Leidensdruck war in den letzten Jahren nämlich nicht besonders hoch. Ich leide bereits seit ich denken kann an Paruresis und besonders die Schulzeit war extrem schwierig. Interessanterweise hat sich das ganze dann wie bereits beschrieben, etwas ausgewachsen und die Einschränkung war nur noch in wenigen Situationen vorhanden. Grundsätzlich hatte ich es ganz gut im Griff und darum habe ich mich nicht weiter darum gekümmert. Tja und dann kam die Schwangerschaft und die hat mich komplett zurückgeworfen. Irgendwann nimmt das Baby so viel Platz ein, dass der permanente Druck auf die Blase steigt und sich das Körpergefühl völlig verändert. Auch Nicht-Paruretiker erleben es in der Schwangerschaft manchmal, dass der Harnleiter abgeklemmt wird und sie plötzlich nicht mehr Wasser lösen können. Bereits eine solche Situation hat bei mir gereicht und die Paruresis ist mit voller Wucht wieder in mein Leben getreten. Ich konnte nicht mal mehr zu Hause entspannt pinkeln. Anstatt das ich die eigentlich völlig unproblematische Schwangerschaft geniessen konnte, hat sich mein Leben ca. 20 Wochen nur noch um dieses Thema gedreht. Ich konnte mich maximal 2 bis 4 h von einer "sicheren" Toilette entfernen. Nicht mal mehr im Büro konnte ich zur Toilette. Zum Glück hatte ich eine sehr verständisvolle Gynäkologin, die mich dann 50% krankgeschrieben hat. Das hat mir immerhin etwas Druck genommen. Nur wenige Tage nach dieser besagten Situation habe ich mich in Behandlung gegeben. Ich wollte zu dieser Zeit aber auf keinen Fall mit den Übungen beginnen und so haben wir das ganze einfach zusammen analysiert usw.. Auch wenn das zu keiner Verbesserung geführt hat, haben mir die Gespräche geholfen. Wie ich schon fast vermutet hatte, war nach der Geburt alles wieder so wie es war. All diese Situationen, die während der Schwangerschaft unmöglich waren, gingen plötzlich wieder völlig problemlos. Ich war unglaublich erleichtert. Wie vorher ist der Leidensdruck auch jetzt nicht besonders hoch. Trotzdem möchte ich das, was ich während der Schwangerschaft erlebt habe, nie wieder erleben und darum habe ich vor kurzem die Therapie wieder aufgenommen. Vor einigen Wochen haben wir mit den Übungen begonnen. Auch wenn ich am Anfang sehr skeptisch war, bin ich mittlerweile überzeugt, dass wir zumindest eine Verbesserung hinbekommen werden. Ich bin gespannt, was die Zeit und die Übungen bringen werden

Ich erhoffe mir hier einen Austausch mit anderen Personen, die sich zur Zeit auch in einer kognitiven Verhaltenstherapie befinden.

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