Neue Mitglieder Januar + Februar 2018

Hier könnt ihr euch den anderen Nutzern vorstellen
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johannes
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Neue Mitglieder Januar + Februar 2018

Beitrag von johannes » 26. Februar 2018 16:23

Hallo,

ich habe das Feedback bekommen, dass es schön ist, wenn sich neue Mitglieder vorstellen, und dass es noch schöner wäre, wenn das in einer eigenen Kategorie passiert, damit es nicht unübersichtlich wird :)

Jetzt gibt es diese Kategorie. Ich würde mich freuen, wenn sich in diesem Thema mal Mitglieder vorstellen, die sich im Januar und Februar angemeldet haben.

Hier vier Leitfragen:
  • Wenn ihr möchtet: Alter, Bundesland, Geschlecht?
  • Wie lange leidet ihr schon unter Paruresis?
  • Was hat euch dazu bewegt, euch dieses Jahr im Forum anzumelden?
  • Was habt ihr schon unternommen, um besser mit dem Problem klarzukommen?
Gruß,
Johannes

johannes
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Re: Neue Mitglieder Januar + Februar 2018

Beitrag von johannes » 26. Februar 2018 16:34

Auch wenn ich schon etwas länger angemeldet bin, mache ich mal den Anfang:

Ich bin 29, männlich und komme aus Berlin.

Meine erste Erinnerung an eine Paruresis-Situation war mit 13 Jahren.

Vor ca. drei Jahren stand der Besuch einer Konferenz bevor und ich habe realisiert, dass ich mich deswegen nicht drauf freue, weil ich nicht wusste, wann und wo ich bei dem Gedränge in den knappen Pausen eine Gelegenheit finden würde :?

Habe mich dann mit der Paruresis auseinandergesetzt, u.a. mit Buchlektüre, Pee Buddies, dem Workshop 2016 :)

danoudri
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Re: Neue Mitglieder Januar + Februar 2018

Beitrag von danoudri » 26. Februar 2018 23:12

Servus,

Ich bin jetzt seit ungefähr einem Monat Mitglied hier im Forum und habe auch erst seit kurzem angefangen mich mit unserem gemeinsamen Problem auseinanderzusetzen.

Ich bin jetzt 23 Jahre alt. Wann das Problem erstmals aufgetreten ist und einen bestimmten Auslöser kann ich nicht benennen. Während meiner Schulzeit bin ich eigentlich immer in die Kabine gegangen. Das ohne Hintergedanken. Ich vermute, dass ich mich schlicht nicht daran gewöhnt habe neben anderen zu pinkeln.

Kabine geht bei mir immer. Zur Not im Sitzen. Pissuar oder im Freien in Anwesenheit anderer natürlich nicht.

Ich versuche mich durch das Problem möglichst wenig einschränken zu lassen. Aber der Hintergedanke an das Problem ist bei jeder Planung einer Unternehmung dabei. Ihr kennt das sicher ;)

Ich mache sehr viel Sport draußen. Bergsteigen, Radfahren, Skitouren, etc. Allerdings vermeide ich hierbei lange Touren, da ich sonst das Pinkel-Problem bekomme. Das finde ich wirklich sehr schade.

Daher möchte ich jetzt das Problem angehen. Das üben mit Peebuddies erscheint mir diesbezüglich als unerlässlich. Wenn also jemand aus dem Raum Kempten/Allgäu kommt, darf er sich sehr gerne bei mir melden.

Viele Grüße

teemoh
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Re: Neue Mitglieder Januar + Februar 2018

Beitrag von teemoh » 27. Februar 2018 16:18

Hey Leute,

ich bin 25, lebe derzeit in Münster und habe mich vor ca. 1,5 Wochen hier registriert.

Meine ersten Erfahrungen mit dem Problem kann ich auf ca. 17 / 18 Jahre zurückverfolgen. Dementsprechend begleitet mich die Paruresis nun schon gute 8 Jahre. Detailliert habe ich die Erfahrungen HIER geschildert. :wink:

Meine Auseinandersetzung fand dabei unter anderem bei einem Psychologen statt, jedoch hat mir das reine Reden über das Problem nicht sonderlich geholfen. Bei mir scheitert es vorallem an der Konfrontation. Derzeit stehe ich auf der Warteliste für eine Verhaltenstherapie an der psychologischen Fakultät meiner Uni. Ich bin gespannt! :mrgreen:

Beste Grüße

Basti8
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Re: Neue Mitglieder Januar + Februar 2018

Beitrag von Basti8 » 28. Februar 2018 19:59

Hallo zusammen!

Mein Name ist Basti, bin 24 Jahre alt und ich setze mich auch erst seit einiger Zeit aktiv mit dem Problem der Paruresis auseinander. Wie bei den meisten liegt bei mir das Problem darin, im stehen neben Anderen zu pinkeln. In manchen Situationen reicht der Gedanke, jemand könnte gleich zur Türe rein kommen (z. B. auf Arbeit) und in anderen Fällen kann ich ohne Probleme neben anderen im Stehen pinkeln (Kumpel / Oktoberfest).

Ich schätze ich werde zukünftig meine Freundin / meinem Kumpel in mein Problem einweihen und die direkte Konfrontation suchen. In letzter Zeit hat sich auch der Gedanke in meinem Kopf gefestigt, dass es doch sowieso vollkommen Wurst ist, was andere denken. Neulich stand ich am Pissoir in der Toilette (2x Pissoir, 1x Schüssel) und ein Kommilitone kommt rein und sagt, dass er nicht so drauf steht neben anderen zu pinkeln und geht halt in die Kabine - soo what? :-D

Für einen Erfahrungsaustausch oder ein gemütliches isotonisches Kaltgetränk im Raum Stuttgart bin ich offen ;-) Einfach kurz schreiben, mich würds freuen.

Zum Schluss möchte ich allen noch eins auf den Weg geben: Wir haben hier alle damit angefangen, uns mit dem Thema aktiv auseinander zu setzen, was definitiv der erste Schritt in die richtige Richtung ist. Wir sollten nicht aufhören, die Schritte in diese Richtung zu nehmen, auch wenn es manchmal schwer fallen wird.


Viele Grüße

Basti

MJay
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Re: Neue Mitglieder Januar + Februar 2018

Beitrag von MJay » 3. März 2018 11:09

Hallo,

ich bin männlich, 52, aus Köln und seit Anfang des Jahres dabei.

Wenn ich es richtig sehe, gehöre ich schon zu den älteren Teilnehmern. Trotzdem kommen mir sehr viele der Berichte nur zu bekannt vor, die "Muster" sind sehr ähnlich.
Bei mir meldete sich der "Troll" auch so etwa in der Pubertät, ohne dass ich ein herausragendes Startereignis in Erinnerung habe.

In der Schulzeit war dann das Thema für mich mit sehr viel Scham besetzt, da erinnere ich einige Ereignisse, wo ich z. B. auf einer Klassenfahrt nach Frankreich (mit 17) Toilettengänge fast vollständig vermieden habe und mental leider ständig von dem "Troll" genervt wurde.

So mit etwa 25 wollte ich das Thema dann angehen - Internet gab es noch nicht bzw. hatte ich noch nicht. Mit dem Thema war ich also recht allein.
So habe ich es damals mit einer Verhaltenstherapie angegangen. Im Nachhinein war es ein Fehler, zu einer PsychologIN zu gehen, da praktisches Üben somit nur alleine möglich war. Immerhin konnte ich mich mit autogenem Training und verhaltenstherapeutischen Ansätzen etwas desensibilieren.

Ich finde es klasse, dass es WeMingo und die Community gibt und hoffe, dass ich den Alltag mit dem Troll im Austausch nun noch etwas verträglicher angehen kann. Daran möchte ich zumindest arbeiten. Mehr Mut, mehr Gelassenheit. Mal schauen.

Euch viele Grüße
MJay

johannes
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Re: Neue Mitglieder Januar + Februar 2018

Beitrag von johannes » 5. März 2018 13:15

Schön, dass ihr euch gemeldet habt und danke für das Teilen eurer Geschichte. Ich hoffe auch, dass euch der Austausch im Forum helfen wird!
Basti8 hat geschrieben:Wir haben hier alle damit angefangen, uns mit dem Thema aktiv auseinander zu setzen, was definitiv der erste Schritt in die richtige Richtung ist. Wir sollten nicht aufhören, die Schritte in diese Richtung zu nehmen, auch wenn es manchmal schwer fallen wird.
Das sehe ich auch so und ist fast eine Art Leitspruch fürs Forum :)

NeeNee
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Ich bin auch da. :-))

Beitrag von NeeNee » 5. März 2018 23:00

Hallo liebe Forumsmitglieder.

Obwohl ich das Forum seit vielen Jahren kenne, bin ich erst jetzt angemeldet.
Auch ich möchte mich gerne vorstellen.
Ich bin der Andreas aus Hamm und bin 53 Jahre alt. Vieleicht bin ich jetzt der äteste angemeldete User.
Wann mein Problem seinen Lauf genommen hat, fällt mir nicht mehr ein. Es sollte aber im Kindesalter angefangen haben.
Mein Langzeitgedächtnis spielt mir hier überhaupt nicht mit.
In den vielen Jahren bin ich zum absoluten Spezialist für Vermeidungstrategien geworden. Irgendwie lebte man einfach damit.
2006 habe ich zum ersten mal ein Name für dieses Problem im Internet gelesen. Ich war total baff und konnte es kaum glauben.
Ich war tatsächlich nicht alleine.
Damals war ich kurz davor an der Studie von Hammelstein teilzunehmen. Leider war es etwas zu spät.
Zu einem Treffen mit einem Pee-Buddy ist es leider ebenfalls nicht gekommen.
10 Jahre mussten vergehen, bis es bei mir fast zu einem Burn Out gekommen ist. Nun nahm alles seinen Lauf.
Immer mit dabei die Paruresis. Für viele Therapeuten, die ich dann kennengelernt habe nur eine "Nebensache"
In einer Rehaklinik habe ich dann erstmals einen sensiblen Therapeuten gehabt und habe meinen zu Hause gleich die rote Karte gezeigt.
Auf der nachfolgenden Suche bin ich dann bei einer Therapeutin gelandet. Es war ein Glücksfall.
In einer Langzeittherapie habe ich bisher viel Selbstwert zurückbekommen. Ich kann mit Konflikten besser umgehen und habe viel Lebensfreude zurückgewonnen.
Ja, die Paruresis steht jetzt erst auf der Liste. Und das war meiner Meinung auch der richtige Weg. Ich hatte vorher viel zu wenig Mut.
Na klar kann die Therapeutin nicht mit mir üben, aber ich arbeite sehr intensiv an diesem Problem.
- Ich habe einige wichtige Menschen eingeweiht und von meinem Problem berichtet. (Hilft ungemein)
- Mein Pee-Buddy steht in den Startlöchern.
- Die Therapeutin geht in Richtung Hypnotherapie. (z.B. Imaginäre Reizkonfrontation)
- Ich habe das Buch von Hammelstein und werde es durcharbeiten.
- Ich betreibe Autosuggestion.
- Ich benutze das Wemingo Selbsthilfeprogramm

Die Erfolge halten sich "noch" in Grenzen, aber ich traue mir sehr viel mehr zu und kann mit Rückschlägen besser umgehen.
Meine Therapeutin ist einsame Spitze. Soll heissen: Egal ob Mann oder Frau. DIE CHEMIE MUSS STIMMEN.

Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich etwas erreichen kann.

Andreas

MJay
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Beiträge: 6
Registriert: 9. Februar 2018 16:36

Re: Neue Mitglieder Januar + Februar 2018

Beitrag von MJay » 7. März 2018 20:12

Hi Andreas,

wenn Du ein gutes Gefühl dabei hast, dann sind die von Dir gewählten Schritte bestimmt genau richtig.
Ich empfinde, sich über das Thema auszutauschen ist schon für sich ein großer befreiender Schritt.
Ich wünsche Dir, dass Deine Vorhaben klappen.

VG
MJay

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